Am 20.Juni ´04 war es dann soweit und meine neue Olympus wurde mir endlich zugesandt. Positiv bemerkbar machte sich
gleich das robuste Gehäuse und die gut verteilten und gut erreichbaren Quicktasten sowie das Einstellrad für Blende und
Verschluss. In Sachen Ergonomie ist, für mich zumindest, die Kamera absolut top. Bei Sonderwünschen
lässt sich eine Taste auch noch frei belegen, sodass der Weg über das doch recht umständliche Menü stets vermieden werden
kann. Für mich zählt die Kamera, auch wenn allgemein dazu gerechnet, aufjedenfall nicht mehr zu den typischen
Knipse/Design-Kameras wie Ixus, Powershot, Coolpix und Co.
Funktionalität:
Ein absolutes Highlight für mich war das RAW-Format, dass ich so vorher noch nicht kannte. Auch wenn die Bearbeitungszeit
nach der Aufnahme eine ganze Weile dauert und das Format an sich fast soviel Platz wie Tiff beansprucht, so
wird man doch gehörig entlohnt. Allerdings sollte man dabei nicht auf die Camedia Master Software in der mitgelieferten
Version hoffen, denn die bietet so gut wie keine Möglichkeiten die raw-Datei genügend zu bearbeiten. Auch das von Olympus
angebotene Photoshop-Plugin ist dahingehend eine absolute Frechheit: Lediglich drei vorkonfigurierte Einstellungen lassen
sich treffen. Abhilfe schafft da das Adobe interne Plugin, dass ab der Version 2.1 auch die c-5060 unterstützt und wirklich
keine Wünsche offen lässt: Weißabgleich, Tiefenaufhellung, Schärfe usw. Insofern ist raw aufjedenfall das Format für die
umfangreiche Bildbearbeitung nach der Aufnahme.
Ansonsten bietet die Olympus teils typische, teils recht ausgefallene Spielereien. So lassen sich natürlich auch Videos
aufnehmen, einen Digital-Zoom zum 4x optischen hinzuschalten, eine Panoramafunktion (ob sinnvoll oder nicht) ist auch dabei
und das Bild lässt sich schon kameraintern beschneiden oder optisch durch Hilfslinien und Raster beurteilen. Was ich ganz
lustig finde und vorher so auch nicht kannte war die Funktion bei der Aufnahme eines Bildes gleichzeitig den Lautsprecher
für 4sek zu aktivieren, sodass das Bild mit der dazugehörigen Geräuschkulisse aufgezeichnet wird. Sicherlich eine
nette Idee die ich bestimmt mal ausprobieren werde. Achja, nicht zu vergessen das Luminanz-Histogramm, welches sich optional
dazuschalten lässt. Wirklich sehr praktisch, gerade bei intensiver Sonneneinstrahlung, bei der die Displayanzeige
überbelichtet wirkt und man somit nicht mehr dem eigenen Auge bzw. dem Display vertrauen kann.
Bildqualität:
Für EBVler bietet die 5060 mit ihren 5.1 Megapixel genug Spielraum für, wenn's sein muss, auch mal radikalere
Nachbearbeitungen. Auch größere Ausschnittsvergrößerungen sollten kein Problem dar- stellen, auch wenn der Ausdruck auf
DinA4 dann nicht mehr zu empfehlen ist. Bei den kleineren Brennweiten (minimal 28mm um- gerechnet) kann man teils recht
starke tonnenförmige Verzeichnung auf dem Bild erkennen. Doch das lässt sich gerade bei Landschafts- aufnahmen gut
verkraften, ganz nach dem Motto, dass es eh nur dem auffällt, der danach sucht. Für Nachtaufnahmen
(bis zu 2min Belichtung oder bulb-Funktion) gibt es den mitgelieferten Fernauslöser und eine interne sehr praktische
Rauschunterdrückung. Makromindestabstand beträgt 3cm und lässt sich per manueller Scharfeinstellung gut bedienen, wogegen
der AF meist überfordert ist, was gerade bei sich schnell bewegenden Objekten, Insekten oder ähnliches, sehr hinderlich ist.
Auch die ESP Belichtung hat in manchen Situationen seine Probleme. Damit der Himmel bei einem hellen Motiv nicht ganz
ausgewaschen wirkt und seine Farbe verliert, muss man meist auf die Multi-Messung zurückgreifen, die es ermöglicht manuelle
Messpunkte (bis zu 8) festzulegen, aus denen dann der Mittelwert für die Belichtung errechnet wird.
Fazit:
Auch wenn es wohl rein subjektiv ist, aber ich bin vollends begeistert. Für einen totalen Neueinsteiger wie mich, steckt
noch viel Potential in der Kamera, und so werde ich versuchen mich Schritt für Schritt richtig einzuarbeiten um am Ende
sagen zu können das ich die Kamera auch wirklich beherrsche (was bisher noch nicht so ganz der Fall ist). Bis dahin wird
wahrscheinlich noch viel Zeit vergehen, und noch eine Menge Fotos entstehen.
PS: Ärgerlich ist, dass die komplette Betriebsanleitung (ung. 300 Seiten) nur auf CD-Rom geliefert wird,
und man sich somit alles auf dem Bildschirm durchlesen muss, oder ganz schön viel Papier und Tinte verschwendet.
Technische Daten:
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Auflösung(max.):
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2.592 x 1.944 Bildpunkte
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Sensor:
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1/1,8" RGB-CCD-Chip
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Brennweiten:
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umgerechnet 28 bis 110 mm
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Belichtungszeiten:
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16 s bis 1/4.000 s
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Blendenwerte:
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F2,8 (Anfangslichtstärke bei Weitwinkel)
F4,8 (Anfangslichtstärke bei Tele)
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Dateiformate:
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Jpeg, Tiff und Raw
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