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- Monitor Kalibrierung

Die richtige Monitor-Kalibrierung

Digital gespeicherte Fotos haben zwei große Nachteile:

Erstens: Was auf dem heimischen PC betrachtet wird kann beim Nachbarn von nebenan schon wieder ganz anders aussehen. Von Bildschirm zu Bildschirm variieren Tonwerte, Helligkeitsverteilung und Kontrasteinstellungen und so werden sie ihre Fotos wohl oder übel je nach Bildschirm immer wieder in neuem Gewand sehen.

Zweitens: Das digitale Foto besitzt meist ein anderes Aussehen als sein ausgedrucktes Pendant. Sprich: Sobald die Fotos dem Fotoservice übersandt, oder mit dem heimischen Fotodrucker ausgedruckt wurden kann sich schnell Enttäuschung breit machen: Denn das Endergebnis ähnelt so gar nicht dem eigentlichem Vorbild auf der Mattscheibe (zu hell, rotstichig, überschärft usw.).

Während man dem zweiten Problem nur sehr schwer auf die Schliche kommt (Farbmanagement, Farbprofile etc.), ist das erste Problem eigentlich recht leicht zu lösen: Das Stichwort ist die richtige Monitorkalibrierung. Zwar können sie sich danach immer noch nicht sicher sein das Nachbars Monitor auch die richtigen Kontrast- und Farbverteilungen anzeigt, allerdings werden wenigstens auf (richtig) kalibrierten Bildschirmen ihre Fotos zumindest einigermaßen gleich aussehen und auch beim Fotodienst können sie auf monitorgetreuere Bilder hoffen, obgleich hier immer noch Problem Zwei im Wege steht.

So manch gutes Bildverarbeitungsprogramm bietet meist ein Extra-Tool in dem sie Schritt für Schritt mithilfe von komfortablen Rädchen und Reglern ihren Monitor richtig einstellen können. Allerdings geht's auch ohne. Doch bevor sie die jeweiligen Schritte dafür abarbeiten, sollte ihr Monitor schon warmgelaufen sein, das heisst er sollte schon an die 1-2 Stunden angeschaltet sein.

Zur richtigen Monitorkalibrierung:

Kontrast1. Kontrast

Drehen sie den Kontrast an den jeweiligen Knöpfen oder Drehrädern direkt an ihrem Monitor auf das Maximum. Falls sie dort keine Knöpfe oder Rädchen finden sollten, denken sie ernsthaft über eine Neuanschaffung nach ;) oder schauen sie in den Treibern ihrer Grafikkarte nach, ob sie dort entsprechende Möglichkeiten zur Justierung finden. Bei TFT's oder neueren Bildschirmen kann das Anheben des Kontrasts auf das Maximum unter Umständen zuviel des guten sein, insbesondere wenn der Kontrast noch durch die internen Einstellungen des Grafikkartentreibers verstärkt wird. Falls sie also merken das Mitteltöne und Farbübergänge nicht mehr erkennbar sind, schalten sie den Kontrast so ein das ausgeglichene Tonwerte erreicht werden.

Helligkeit2. Helligkeit

Mithilfe der drei Grafiken stellen sie ihren Helligkeitswert so ein, dass alle Abstufungen sich voneinander gut differenzieren (wobei das erste Kästchen eben in reinem Weiß und das letzte in schwarz erscheinen soll). Bei Grafik 3 achten sie dabei darauf, dass das innere Viereck so dunkel wie möglich erscheint, sich aber noch vom äusserem schwarzen Rahmen unterscheidet.

helligkeitsverteilung

helligkeitsverteilung

helligkeitsverteilung

3. Gamma

Nun stellen sie mit der unten stehenden Grafik den Gammawert so ein, dass die innere Box mit der umgebenden Streifenlandschaft "verschmilzt". Meist findet sich die Möglichkeit den Gamma zu kalibrieren im Treibermenü der Grafikkarte. Am besten versuchen sie nicht direkt auf die Grafik zu schauen, sondern blinzeln ein wenig, oder fokussieren etwas neben der Grafik, sodass sie anfängt zu verschwimmen. Falls sie in Besitz eines Mac Computers sind wird dieses Bild ihnen allerdings nicht helfen, da Macintosh einen Standart-Gammawert von 2,20 benutzt, während Windows mit einem Standart von 1,80 arbeitet.

Gamma

Falls ihnen das alles zuviel Arbeit ist, oder sie dem Ergebnis nicht ganz trauen gibt es auch noch ein paar kostenlose Kalibrierungstools im Internet:

Doch ob manuell, oder mithilfe komfortableren Tools, es bleibt leider doch nur eine subjektive Kalibrierung die von vielen Faktoren in die Irre geleitet werden kann.

Bei einer Belichtungsveränderung des Monitors beispielsweise ist die Farb- und Kontrastwahrnehmung wiederum eine ganz andere. Und auch nach längerer Standzeit sollte wieder nachkalibriert werden.

Profis verlassen sich daher meist weniger auf das eigene Auge als vielmehr auf ein kleines Gerät das auf den Monitor geklemmt wird und mithilfe der dazugehörigen Software die richtigen Werte für den Bildschirm ermittelt. Allerdings muss man für solch eine "Hardware-Kalibrierung" schon etwas tiefer in die Tasche greifen.